Gunter Fleitz und Peter Ippolito Der Blick aus dem L-förmigen Panoramafenster über den fast 900 Jahre alten Ort Denkendorf mit dem Kloster im Mittelpunkt des Bildes zieht alle Blicke auf sich. Die beheizte Fensterbank aus Sichtbeton ist daher auch der beliebteste Sitzplatz im Haus.
Koch-, Ess- und Wohnbereich gehen ohne unterbrechende Stützen oder Wände ineinander über. Die Küche ist zum Garten ausgerichtet und zum Ess- und Wohnbereich geöffnet, rückseitig schließt sich ein Hausarbeitsraum an.

Vom Architekten als ein zweiseitig offener, in den freien Raum gestellter Kubus konzipiert, wirkt die Küche als eigenständiges Architekturelement, das der Hauptwohnebene Struktur gibt, ohne den Blick einzuengen.
Zum Wohnbereich nach Süden ist der Kubus geschlossen, um Platz zu schaffen für die deckenhohen Schränke und den Geräteeinbau.

Die Küche besitzt nach Osten einen direkten Ausgang zur Frühstücksterrasse, nach Südwesten geht sie direkt in den Ess- und Wohnbereich über. Das Küchenkonzeptent spricht der offenen, geradlinigen Architektur des Hauses; auch hier hat die Konzentration auf die Farben Schwarz und Weiß Gültigkeit. Der flächenbündig eingebaute und von einem schwarzen Passepartout gerahmte amerikanische Kühlschrank und das symmetrisch von Schränken und Geräteumbauten flankierte Kochzentrum stehen sich direkt gegenüber.

Die Küche ist zum Innenhof ausgerichtet. Dadurch wird der ganze Raum vom Tageslicht erhellt und – bei geöffneten Schiebetüren – mit frischer Luft aufgeladen.Die über die gesamte Raumbreite orientierte Küchen-Schrankzeile mit grifflosen Fronten variiert in der Höhe: Unter- und Hängeschränke im Bereich der Insel, Hochschränke parallel zum angesetzten Esstisch und niedrige Sideboards im direkt angrenzenden Wohnbereich. Ton in Ton: Die hochglänzenden weißen Fronten und die Arbeitsplatte aus weißem Mineralwerkstoff.

Küche und Essbereich stehen sich direkt gegenüber, die Insel öffnet sich zu einer maßgefertigten Ecksitzbank. Sie verläuft unter den breiten Fenstern über die gesamte Längsseite des Hauses und schließt übereck an die Küche an. Über den Hochschränken mit integrierten Geräten setzt sich das Fenster als schmales Band fort. Die weiße, hochglänzende Acryl-Oberfläche der Küchenfronten bildet einen dekorativen Kontrast zu dem Holz von Boden und Sitzbank. Weiß lackierte Griffmulden an den Schränken sorgen für eine ruhige, flächige Wirkung.

Küche, Esszimmer und Wohnbereich sind nur mit freistehenden Wandscheiben unterteilt, die optische Weite und interessante Durchblicke bieten. Verbindende Elemente: schwarzer Schiefer-Bodenbelag und eine Sichtbetondecke. Die Küche spiegelt in ihrer Geradlinigkeit, Funktionalität und Reduktion das Architekturkonzept. Grifflose Hochschränke mit integrierten Elektrogeräten hinter glänzenden Lackfronten bilden eine geschlossene Wand. Sie trennt Küche und Essbereich. Im Zentrum: ein langgestreckter Inselblock mit weißer Corian-Arbeitsplatte.

Das Innenarchitekturkonzept setzt auf einen harmonischen Dreiklang aus weißem Hochglanzlack, amerikanischem Nussbaum und Schwarz. Der gesamte Innenausbau mit Schränken und Wandverkleidungen wurde aus dem Küchenprogramm realisiert. Übereck geführte Schrankeinbauten betonen die offenen Übergänge der Wohnbereiche. So gehen zum Beispiel die Küchenschränkemit den integrierten Elektrogeräten direkt in die raumhohen Garderobenschränke mit Schiebetüren über – optisch nur durch den Nischeneinschnitt unterbrochen.

Mar Vista, Meeresblick, heißt der zu Los Angeles gehörende Ortsteil, und – wie der Name verspricht – bietet er atemberaubende Ausblicke auf den pazifischen Ozean. Die Architektur zeichnet sich durch Klarheit in Design, Funktion und Raumorganisation aus.
Die erste Etage ist als loftartiger, großzügiger und heller Wohnraum mit offenem Grundriss und durchlässigem Raumgefüge konzipiert. Die offene Küche mit dem integrierten Essbereich bildet das Zentrum.